Wohngeld 2006 - Ratschläge und Hinweise

Zum 1. Januar 2005 sind grundlegende Änderungen im Wohngeldrecht in Kraft getreten.

Die wichtigste Änderung ist, dass Empfänger bestimmter Sozialleistungen (so genannte Transferleistungen, wie z. B. Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung) sowie Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft vom Wohngeld ausgeschlossen sind. Deren angemessene Unterkunftskosten werden im Rahmen der jeweiligen Sozialleistung berücksichtigt, so dass sich der Ausschluss vom Wohngeld nicht nachteilig auswirkt.

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Kosten für Wohnraum.

Diesen Zuschuss gibt es als

  • Mietzuschuss für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers,
  • Lastenzuschuss für den Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Alt- oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist. Voraussetzung für den Miet- oder Lastenzuschuss ist, dass der Wohnungsinhaber den Wohnraum bewohnt und die Miete oder Belastung dafür aufbringt.

Rechtsanspruch und Antragstellung

Wohngeld ist kein Almosen des Staates. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch.

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und in welcher Höhe, hängt von drei Faktoren ab:

  1. der Zahl der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder,
  2. der Höhe des Einkommens der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder,
  3. der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.

Die für Sie zutreffende Einkommensgrenze können Sie der pdf-Tabelle in der rechten Spalte entnehmen.

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen. Antragsformulare erhalten Sie bei der örtlichen Wohngeldstelle der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung.

Auf Ihren Wohngeldantrag erteilt Ihnen die für Sie zuständige Behörde einen schriftlichen Bescheid.

Wie lange wird Wohngeld gezahlt?

Erfüllen Sie die Bedingungen, wird das Wohngeld in der Regel für zwölf Monate bewilligt, und zwar ab dem 1. des Monats, in dem Sie den Antrag gestellt haben. Danach ist ein neuer Antrag erforderlich.

Weitere Informationen

Für weitere Informationen stehen Ihnen hier die geltenden Wohngeldregelungen in Form von Ratschlägen und Hinweisen als pdf-Datei zur Verfügung. Die Wohngeldtabellen für ein bis acht Familienmitglied(er) sowie die Liste der Mietenstufen der Gemeinden sind hier ebenfalls abrufbar.

Dies ist insgesamt ein Service, um Wohngeldberechtigte zu unterstützen und über ihre Ansprüche aufzuklären.

Bitte beachten Sie den rechtlichen Hinweis.